Der Mai war ein interessanter Monat für mich. Neben meiner Entscheidung, diese Webseite und damit diesen Blog zu starten, habe ich viele Veränderungen in meinem Leben zumindest eingeleitet. Deswegen war es umso angenehmer, dass ich währenddessen in einige großartige Bücher eintauchen konnte.
Lied des ungezähmten Eises – Zorn der Flammen von Yara Elison war auf den ersten Blick wie für mich gemacht: inspiriert von nordischer Mythologie, Wyvern und sapphic Protagonistinnen! Als Yara mir das Buch auf Threads vorgeschlagen hat, konnte ich nicht anders, als während der Leipziger Buchmesse zum Drachenmondstand zu rennen und es mir zu kaufen. Zu meinem Glück wurden meine Erwartungen mehr als erfüllt. Das düstere Wintersetting passte erstaunlich gut zum regnerischen Mai. Der Weltenbau sorgte für lebhafte Bilder in meinem Kopf und die Charakterisierung von Odra ließ mich mit ihr jeden Moment mitfiebern. Dieses Buch hat mich die Welt vergessen lassen, und dafür liebe ich es.
Unwritten Love von Teresa Sporrer war der erheiternste Moment des Monats. Ich habe vor Ewigkeiten Unplayed Love gelesen und fand Julian und Livia dort schon interessant, weswegen ich vor dem Lesen von Untold Love unbedingt den ersten Band lesen wollte. Ein Maßstab dafür, wie sehr mir ein Buch gefällt, ist die Menge an Zitaten, die ich meinem Mann während des Lesens vorlese. Das letzte Mal habe ich ihm sehr viel – lustigerweise – bei Unplayed Love vorgelesen und auch dieses Mal bestand die Hälfte meiner Lesezeit daraus, ihm vorzulesen. Der Schreibstil war angenehm, die witzigen Momente fantastisch getimt und die Liebesgeschichte genau das, was ich diesen Monat gebraucht habe. Teresa Sporrer ist für mich die beste Autorin für RomComs.
Die geheime Geschichte von Donna Tartt habe ich hauptsächlich aus Neugierde gelesen. Eines meiner aktuellen Projekte (wie ihr auf der Startseite sehen könnt) ist Dark Academia und bei der Recherche des Genres kommt man an diesem Buch nicht vorbei. Nach Jahren habe ich mich also dazu entschlossen, herauszufinden, worüber alle reden. Selten habe ich ein Buch so langsam gelesen, obwohl ich es genieße. Donna Tartts Art zu Schreiben ist mir persönlich neu. Dieser sehr gesprächige Stil, das extra lange Aufbauen der Spannung, die fast schon endlosen Kapitel. Die Kombination habe ich noch nie in einem Buch gelesen. Es ist unglaublich faszinierend, aber definitiv nichts für alle. Ich nehme zumindest viel daraus mit und kann mittlerweile verstehen, weshalb Donna Tartts Debüt so populär ist. Sie ist der Maßstab für Dark Academia.
Was waren eure Lesehighlight im Mai? Stimmt ihr mit einem meiner Takes vielleicht gar nicht überein?