Meine Lesehighlights im August

Der August stand (fast) ganz im Zeichen von Marie Graßhoff. Da ich noch ein Jahr auf „You Are The Soul“ warten muss, hatte ich natürlich keine andere Wahl, als ihre Backlist durchzugehen und alles zu lesen, was ich nicht vorher schon kannte. Aber es war Marie Graßhoff, also war es kein Wunder, dass ich sie alle liebte. Also ist dieser Post ein wenig kürzer als die anderen.

Fangen wir also mit der Neon Birds Trilogie von Marie Graßhoff an – Neon Birds, Cyber Trips und Beta Hearts. Ich bin immer ein wenig skeptisch, was die Backlist meiner Lieblingsautorinnen angeht. Ich bin so festgefahren in meinen Lesepräferenzen, dass ich ein wenig besorgt bin, wenn ich etwas ganz Neues anfange von jemandem, deren Bücher ich immer gemoacht habe. Denn was ist, wenn ich es dieses Mal nicht mag? Vor allem in einem Genre, das ich normalerweise nicht lese, nämlich dystopische SciFi.

Glücklicherweise war das kein Problem. Maries Originalität und einnehmender Schreibstil zeigen sich auch in dieser Reihe und sorgten dafür, dass ich alle drei Teile quasi verschlungen habe. Ich war nur zehn Seiten in Neon Birds, als ich Cyber Trips und Beta Hearts bestellt habe, und habe es kein bisschen bereut. Jede Seite hat bewiesen, wie viele Gedanken sich Marie beim Schreiben darüber gemacht hat, was genau die Konsequenzen von einer unabhängigen KI wären und einer Welt, die auf den ersten Blick vielleicht wie eine Utopie wirkt, sie aber nicht wirklich ist. Wenn man bedenkt, dass die Bücher vor sechs Jahren herausgekommen sind, ist manches davon erstaunlich gruslig gealtert. Was nur wieder beweist, dass Marie eine Weitsicht hat, von der ich manchmal träume.

Zwischen Neon Birds und Cyber Trips kam eine meiner meist erwarteten Vorbestellungen dieses Jahr: Magnut Knut Hansen von Mikkel Robran. Ich weiß von Mikkels Existenz seit seiner Zeit bei Pietsmiet, hatte ihn aber lange Zeit hauptsächlich als „Anabelle Stehls Freund/Verlobter“ in meinem Kopf abgespeichert. Eine lustige Verbindung zwischen meiner Youtubeinteressen und eine meiner Lieblingsautorinnen. Als dann das erste Magnus Knut Hansen Video veröffentlicht wurde, habe ich mich doch dazu entschieden, ihm zu folgen. Und ich bin so froh, es getan zu haben. Direkt nach der Ankündigung der Signieraktion beim Drachenmondverlag haben mein Mann und ich das Buch bestellt und es gleichzeitig gelesen, als es rauskam.

Dieses Buch ist so gut. Ja, es ist unfassbar lustig, und die Möwennamen haben mich ständig gekriegt (Liebe geht raus an den fabelhaften FCK NZS), aber da steckt auch so viel Tiefgang. Magnus‘ Vorsicht, sich Prinzessin Elizabeth zu öffnen, sein Pflichtbewusstsein, sogar Prinzessin Elizabeths Intelligenz unter der Fassade der horny Prinzessin. Und natürlich konnte ich den Einfluss Mikkels eigener politischer Meinung nicht überlesen, was mich als linke Zecke sehr glücklich gemacht hat. Ich hatte es mir denken können, da auch Anabelle Stehl sehr offen links ist, aber es ist trotzdem schön, es in seinen Texten selbst zu lesen. Ich freue mich sehr auf Teil 2 und packe in der Zwischenzeit vielleicht auch mal Eternity Online auf meine Leseliste.

Ein erstaunlich kurzer Lesemonat. Anscheinend waren die Bücher so gut, dass ich geblinzelt habe, und schon war es September. Wie Taylor Swift bereits sagte: August slipped away into a moment in time.

Ich hoffe, ihr hattet einen angenehmen August. Was waren eure Lesehighlights diesen Monat?

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